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Filmvorführung: Ich war schon auf der ganzen Welt | mit Annette Ortlieb

13. September | 18:0019:30

Wir laden Sie ein zur Filmvorführung und Gespräch im Sylt Museum am Sonntag, 13. September 2026 um 18 Uhr

„Ich war schon auf der ganzen Welt, nur noch nicht am Ellenbogen“ Filmvorführung mit der Filmemacherin Annette Ortlieb im Sylt Museum, Keitum

Es ist eine faszinierende Zeitreise nach Sylt zu Beginn des letzten Jahrhunderts. Mit ihrem neuen Dokumentarfilm „Ich war schon auf der ganzen Welt, nur noch nicht am Ellenbogen“ fängt die Filmemacherin Annette Ortlieb die schwindenden Erinnerungen an ein vergangenes Sylt ein. Gemeinsam mit dem Sylter Kultur- und Heimatverein Sölring Foriining in Keitum entstanden, lässt das Werk drei gebürtige Insulanerinnen zu Wort kommen und zeichnet ein lebendiges, berührendes Bild vom harten Inselleben zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Im Mittelpunkt der Dokumentation stehen die inzwischen verstorbenen Marga Barake (geb. 1905), Herta Findeisen (geb. 1923) und Laura Kerwin (geb. 1926). Ihre lebendigen, detailreichen und humorvollen Erzählungen gehören zu den letzten Zeugnissen einer Ära, in der Sylt noch nicht von Prominenz und Wohlstand geprägt war, sondern von Armut, Existenzkampf und Naturgewalten.

Die Drei berichten von Sturmnächten, Strandgut-Funden wie Orangenkisten nach Schiffbrüchen und der entbehrungsreichen Zeit des Ersten Weltkriegs. Ein besonderes Highlight des Films bildet Marga Barakes Anekdote über einen gestrandeten Wal, deren Erzählung die Filmemacherin bereits 2014 im preisgekrönten Kurzfilm „Marga und der Wal“ aufgriff.

Konkreter Lokalbezug und historische Schätze

Nach dem Erfolg ihres ersten Insel-Films „Inseltöchter“ (2011) entstand das weitere Zeitzeugenfilmprojekt von Annette Ortlieb. Mit der neuen Dokumentation legt sie einen stärkeren Fokus auf die konkreten Örtlichkeiten der Insel. Für den Film „Ich war schon auf der ganzen Welt…“ nutzte Ortlieb zum Teil bislang unveröffentlichtes Material aus den stundenlangen Originalaufnahmen mit den Protagonistinnen. Zudem durchforstete die Regisseurin Archive sowie Dachböden und flocht über 100 historische Schwarz-Weiß-Fotografien in den Film ein.

Eingebettet in stimmungsvolle Naturaufnahmen von Dünen, Wellen und Wind verzichtet der Film vollständig auf einen erklärenden Off-Text. Es entsteht eine melancholisch-poetische Liebeserklärung an die Insel und ihre Geschichte, die das Publikum auf eine emotionale Zeitreise mitnimmt.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr im Sylt Museum und ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Weitere Informationen: https://inseltoechterfilm.de/inseltoechter-filme

Termin: 13. September 2026
Uhrzeit: 18 Uhr
Dauer des Films: 48 Minuten
Zu Gast: Dokumentarfilmerin Annette Ortlieb
Ort: Sylt Museum, Am Kliff 19, 25980 Sylt / Keitum
Eintritt: frei

 

 


			

Details

  • Datum: 13. September
  • Zeit:
    18:00–19:30

Veranstaltungsort

  • Sylt Museum, Am Kliff 19, Sylt | Keitum, 25980, Deutschland

Veranstalter

  • Sölring Museen
  • E-Mail info@soelring-museen.de