Die Zitterpappel (Populus tremula) oder Espe ist zu Recht der Baum des Jahres 2026 geworden.

Sie ist äußerst bescheiden und oft die erste, die sich auf kargen Böden niederlässt. Einmal angekommen, wächst sie erstaunlich schnell und vermehrt sich über ihr weit ausgedehntes Wurzelwerk. Waldbauer schätzen sie, weil sie als Pionierin anderen nachwachsenden Bäumen im jungen Wald Schutz gibt. Immer dem Licht entgegen wird sie gern 80 Meter hoch kann bis zu 200 Jahr alt werden. Aus „waldnaturschutzfachlicher Sicht“ ist sie dazu eine der wichtigsten Futterpflanzen: 470 Insekten- und Milbenarten, darunter über 200 Schmetterlingsarten, haben fast ausschließlich sie auf dem Speisezettel. In der modernen Naturheilkunde kommen vor allem ihre Rinde und die jungen Knospen bei Infekten oder Gelenkbeschwerden zum Einsatz, aber auch Saunagänger, Spechte und andere Holzverarbeiter schätzen diesen vielseitigen Baum.
Ihren Namen verdankt die Espe ihren zarten Blättern, die sich bei jedem leisen Windhauch deutlich hörbar bewegen. Dieses “Zittern” des Espenlaubes ist sprichwörtlich geworden und hat zu aller Zeit Fantasie und Aberglaube angeregt.
Das alles sind gute Gründe, sich die Zitterpappel einmal genauer anzusehen: Am besten beim „Waldbaden – Shinrin Yoku“ im Naturpfad Vogelkoje Kampen mit Katja Hausmann, die Sie am 6. und 9. September einlädt, unter der Espe neue Sinneseindrücke zu sammeln. Erleben Sie das beruhigende Rauschen des Espenlaubs und kommen Sie auf ganz andere Gedanken, genießen das Glitzern des Sonnenlichts auf den tanzenden Blättern und freuen Sie sich an dem ersten zarten Farbenspiel am Ende des Sommers. Und bei alledem atmen Sie Terpene und Phytonzide ein, die Ihre Immunabwehr anregen und die Atemwege weiten.
Anmelden zum 6. September https://soelring-museen.de/termin/waldbaden-morgenfrische-mit-augenuebungen/
Anmelden zum 9. September https://soelring-museen.de/termin/waldbaden-zitterpappel-9-9-26/






