Schenkung zweier Gemälde von Hans Hartig (Sturmflut 1911)
Passend zum Herbstanfang am Mittwoch, den 23. September, überreichten Claudia Borgmann von der Fielmann-Niederlassung Sylt und die Kunsthistorikerin Frau Dr. Constanze Köster von der Fielmann Group AG dem Museumsleiter Alexander Römer und der Vorsitzenden des Trägervereins Sölring Foriining, Maren Jessen, zwei gewaltige Gemälde des Künstlers Hans Hartig (1873–1936). „Sturmflut auf Sylt“ – so lauten die Titel der Arbeiten, die Hartig 1911 auf Sylt schuf.

Mit diesen Neuzugängen wird die erfolgreiche und langjährige Unterstützung und Zusammenarbeit zwischen der Fielmann Group AG und dem Sylt Museum fortgesetzt. Es ist nicht nur die zweite größere Schenkung der Fielmann Group AG an das Sylt Museum in diesem Jahr, zugleich ergänzen die zwei Gemälde einen Sammlungsschwerpunkt, der bereits im Jahr 2022 durch die Arbeit „Die blaue Frau“ (1911) von Hartig zum gleichen Thema von der Fielmann Group AG an das Sylt Museum bereichert wurde.

Bei den Neuzugängen für die Sammlung des Sylt Museums handelt es sich um ein großformatiges und ein kleineres Gemälde des Berliner Malers Hans Hartig. Hartig verlängerte im November 1911 seinen Sylter Aufenthalt, um die schwere Novembersturmflut, die über die Inselbevölkerung Leid und Zerstörung brachte, zu erleben und vor allem künstlerisch festzuhalten. Auf solch ein prägendes Ereignis wartete der Freilichtmaler während seines Aufenthaltes, um die Wildheit und die damit verbundene Dramatik solch einer Sturmflut in mehreren Gemälden und Zeichnungen zu dokumentieren. Rund fünf Monate verbrachte er bereits auf Sylt. Möglich wurde sein Sylt-Aufenthalt durch den 1910 verliehenen „Julius-Helfft-Preis“. Der Preis bot dem jungen Landschaftsmaler die Möglichkeit, diese größere Studienreise zu unternehmen. Das Besondere an diesem Gesamtwerk zur Sturmflut von 1911 ist, dass Hartig von Beginn an bis zum Abklingen der Sturmflut die einzelnen Phasen dokumentierte. So zeigt sich dem Betrachter ein Bild von der Ruhe vor dem Sturm über die Bedrohung bis hin zum Tag danach, an dem der Mensch langsam wieder Fuß fasst und sein Hab und Gut, das übrig geblieben ist, sortiert.
Hartig studierte an der Akademie in Berlin unter anderem bei Paul Vorgang und Eugen Bracht, mit dem er 1901 an die Dresdner Akademie wechselte und dort sein Meisterstudium beendete. Die Schenkung des bedeutenden und erfolgreichen Bracht-Schülers ist für Museumsleiter Alexander Römer besonders wertvoll. „Die Arbeiten zählen zum Umkreis des wichtigen Sturmflut-Zyklus, den Hartig auf der Insel 1911 begann und mit dem er zugleich ein Stück Zeitgeschichte über die brutale Kraft der Natur sehr eindrucksvoll vermittelt. Die verschiedenen Zeitzonen, die die zusammengehörenden Werke dokumentieren, geben einige Rückschlüsse auf die Gefahr, die solch eine Sturmflut mit sich brachte – auch wenn es künstlerisch sehr reizvoll ausgearbeitet wurde“, so Römer. Römers großes Ziel ist es, innerhalb einer Sturm-Ausstellung im Sylt Museum diesen Zyklus von 1911 weitgehend geschlossen darzustellen. Dies erfordert jedoch noch einiges an Recherchearbeit.

Ein wenig Zeit werden die Gemälde daher noch im Hintergrund warten müssen, bis sie dann in einer Sonderausstellung im Sylt Museum präsentiert werden. Im Namen des Trägers der Museen bedankt sich die Vorsitzende der Sölring Foriining, Maren Jessen, bei Claudia Borgmann und Dr. Constanze Köster für das besondere Engagement der Fielmann Group AG: „Ohne diese großzügige Unterstützung gelänge es dem Verein nicht, wichtige Werke der Sylter Geschichte in dieser Qualität zu sammeln und zu bewahren.“
Marc Fielmann setzt die von seinem Vater Günther Fielmann seit Jahren bestehende kulturelle Förderung fort und unterstützt damit weiterhin Museen, Kreis- und Stadtarchive, Geschichts- und Fördervereine regionaler Sammlungen sowie Kulturinstitutionen unterschiedlichster Art und vielfältigster Ausrichtung mit großzügigen Schenkungen, namentlich in Schleswig-Holstein. Für die Sölring Museen ist die Fielmann AG seit vielen Jahren ein zuverlässiger Förderer, der Ankäufe und Restaurierungen ermöglicht. Durch dieses beständige Engagement ist es den Museen möglich, die Qualität ihrer Sammlungsexponate zu halten bzw. weiter auszubauen.






