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Vortragsreihe Freundeskreis Sölring Museen:
Der Sylter Weg zur Volksabstimmung 1920 | Albert Panten
Vor hundert Jahren wurde der Staatsgrenze zwischen Dänemark und Deutschland ein neuer Verlauf gegeben. Nach dem verlorenen Ersten Weltkrieg legte der Friedensvertrag von Versailles auf Drängen Dänemarks eine Teilung des ehemaligen Herzogtums Schleswigs auf Grund durchzuführender Volksabstimmungen fest. Dieses war auf Grund des Krieges von 1864 und seinen Folgen dem Königreich Preußen einverleibt worden und gehörte daher seit 1871 zum Deutschen Reich.
Im erstrittenen Gebiet existierten damals zwei verschiedene Gemeinschaften, die Deutsch- bzw. die Dänischgesinnten, durchaus auch regional gemischt. Diese nationalen Gegensätze konnten nicht ausgeglichen werden. Als Resultat kam es zu zwei Volksabstimmungen, differenziert nach Sprachkriterien. Der überwiegend dänischsprachige Nordteil stimmte für Dänemark, während der überwiegend nicht-dänisch sprechende Südteil für Deutschland stimmte. Auf beiden Seiten blieben Minderheiten erhalten. In den jeweils vorher veranstalteten Wahlversammlungen kam es mancher Orts zu Vorgängen, die oft verbale Attacken und in Einzelfällen handgreifliche Ereignisse aufwiesen. Die friesischsprachigen Gebiete waren hiervon nicht ausgeschlossen, wenn auch mehr kulturelle und historische Traditionen die Parteinahme bedingten. Der Weg der Sylter zur Abstimmung am 14. März 1920 war von Emotionen und alten Feindschaften begleitet, die jedoch am Ergebnis nichts änderten-Sylt blieb bei Deutschland.

weitere Termine aus der Vortragsreihe: 17. April | 14. Mai | 09. Juni | 07. Juli | 05. August | 18. September

Flyer Vortragsreihe 2020 als download

Diese Veranstaltung ist für die Mitglieder des Freundeskreis Sölring Museen kostenfrei.

 

Details

Datum:
13. März
Zeit:
19:30 - 21:00
Eintritt:
€10
Veranstaltungskategorie:

Veranstalter

Freundeskreis Sölring Museen

Veranstaltungsort

Sylt Museum
Am Kliff 19
Sylt | Keitum, 25980 Deutschland
Telefon:
04651 | 316 69
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